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13 janeiro 2016

Frederico Füllgraf - Macht und Medien in Lateinamerika - Teil 1: Meinungsmonopole und Destabilisierungsversuche


Eine Demonstrantin fordert mit der brasilianischen Nationalflagge die Amtsenthebung von Präsidentin Dilma Rousseff
Eine Demonstrantin fordert mit der brasilianischen Nationalflagge die Amtsenthebung von Präsidentin Dilma Rousseff
Zum Jahreswechsel veröffentlichte RT Deutsch die fünfteilige Serie "Der ultimative Mainstreammedien-Guide", in dem die deutsche Medienlandschaft unter die Lupe genommen wird. Doch das Phänomen einseitiger Meinungsmache und einflussreicher Medienkartelle beschränkt sich längst nicht auf Deutschland. RT Deutsch-Korrespondent Frederico Füllgraf untersucht in zwei Teilen die Informationsmultis aus Lateinamerika und deckt dort ebenfalls tiefe Verstrickungen zwischen Meinung, Macht und Medien auf.
von RT Deutsch-Lateinamerika-Korrespondent Frederico Füllgraf
Die mediale Verdrehung des Realen und der Missmut des Publikums gegen unsauberen Journalismus - mangelnde Recherche, falsche Tatsachen-Behauptungen, einseitige Berichterstattung mit ideologischer Parteiergreifung, ja systematische Agitation gegen von Herausgebern und Chefredakteuren unbeliebten Politikern und demokratisch gewählten Staatsoberhäuptern - ist in den westlichen Medien zum globalen Problem, genauer: Zur Zerreißprobe von Persönlichkeitsrechten und dem Bestand des Rechtsstaats ausgewachsen.
Papst Franziskus war es, der während einer im März 2014 abgehaltenen Audienz für den katholischen Rundfunk seine Besorgnis über die mediale Deformation äußerte:
"Heutzutage trägt das Klima in den Medien wahrhaftig zur Vergiftung bei. Die Menschen merken es, doch unglücklicherweise gewöhnen sie sich daran, die schädliche, schmutzige Luft des Radios und des Fernsehens einzuatmen. Es ist an der Zeit, eine saubere Luft in Umlauf zu bringen. Für mich persönlich gibt es drei Hauptsünden, die den Weg der Lüge pflastern, nämlich Desinformation, Verleumdung und Diffamierung”.
Meinungsmonopole und Medien-Diktaturen
Schön wäre es, dürfte man Meinungs-Monopole, Medien-Diktaturen und deren Angriffe auf die lateinamerikanischen Demokratien als hirnrissige Verschwörungstheorie abtun. Leider ist das Phänomen real und sind die Auswirkungen katastrophal.
Schon im Oktober 2012 hatte Frank La Rue, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung, während eines Besuchs in Argentinien und Brasilien auf die Einhaltung medialer Prinzipien der Vielfalt und des Pluralismus verwiesen und einem gerade in Kraft getretenen argentinischen Mediengesetz Modellcharakter für den gesamten Kontinent bescheinigt.
Zwei Jahre später, während einer Podiumsdiskussion in El Salvador, setze Ignacio Ramonet, Ex-Herausgeber des Le Monde Diplomatique, Alarmzeichen. Ein “Medien-Latifundium”, so der gebürtige Spanier, betreibe seit Jahren Attacken und schüre Aufstände gegen die Regierungen in Venezuela, Argentinien, Brasilien und Ecuador. Seine eindringliche Mahnung, wiedergegeben von Diario1, vom 16. Juli 2014:
“Der wichtigste Kampf, der von den demokratischen und Einkommen verteilenden Regierungen Lateinamerikas ausgetragen werden sollte, ist die Kommunikation”.
Schließlich, im Interview mit dem kolumbianischen Internet-Portal Polo Democrático, vom 13. Juli 2015, warnte der uruguayische Journalist, Schriftsteller und Mitbegründer von TeleSur, Aram Aharonian:
“Wir befinden uns mitten im Kulturkampf: Der Krieg um die Oktroyierung kollektiver Vorstellungswerte ist in den kybernetischen, audiovisuellen und den Printmedien voll im Gange[...] Es sind permanente Schläge unter die Gürtellinie, aus ihrem Kontext gerissene Scheinnachrichten, die die kollektive Wahrnehmung stark beeinflussen, und die bewährte Anwendung zur Destabilisierung populärer Regierungen in Lateinamerika finden”.
Der mediale Großgrundbesitz
Die Metapher von den “Medien-Latifundien” als Vergleich mit dem archaischen Agrar-Großgrundbesitzer-System ist brasilianischen Ursprungs und benennt vor allem die hanebüchene Marktkonzentrationen elektronischer Medien, die nach Meinung der Bürgerinitiative Fórum Nacional pela Democratização da Comunicação/ Nationales Forum für die Demokratisierung der Kommunikation (FNDC) eine umgehende „Agrarreform des Äthers“ erforderlich mache.
Brasilien
Sehen wir uns den Medienmarkt Brasiliens an: Er wird von rund sieben Familien beherrscht:Im Besitz 69 verschiedener Einzelmedien, darunter die überregionale Tageszeitung O Globo, nimmt die Familie Marinho mit TV Globo Monopolstellung auf dem Radio- und Fernseh-, sowie auf dem Musik-, Internet- und dem brasilianischen Markt für Kabelfernsehen ein.
Mit einem Privatvermögen von 24,6 Milliarden US-Dollar, nennt das Forbes-Ranking 2015 die drei Erben des Imperien-Gründers Roberto Marinho die zweitreichsten Männer Brasiliens. Mit 27 Regionalsendern, mehrheitlich im Besitz des evangelikalen Bischofs Edir Macedo und seiner „Universellen Kirche vom Reiche Gottes“, nimmt die Central Record de Comunicação den zweiten Platz ein, gefolgt von der SBT-Gruppe der Familie Silvio Santos. Auf Platz 4, mit 47 regionalen TV-Sendern, rangiert Grupo Bandeirantes der Familie Saad, gefolgt vom Familienunternehmen RBS der Sirotzkys, das TV Globo im südbrasilianischen Raum ausstrahlt und selbst 57 eigene Tageszeitungen, Radio und TV-Sender besitzt.
Marktbeherrschend und tonangebend in ganz Brasilien ist mit dem Internet-Anbieter UOL, die Tageszeitung Folha de S. Paulo, im Besitz der Familie Frias. Ihr folgt schließlich die Gruppe Abril, der Familie Civita. Sie kontrolliert 74 verschiedene Druckmedien, beherrscht den Zeitschriftenmarkt und ist Alleininhaber des Fernsehanbieters Sky.
Argentinien
Im benachbarten Argentinien besitzt die Clarin-Gruppe 41 Prozent des Radio-, 38 Prozent des Fernseh-und 59 Prozent des Kabelfernsehmarktes, und nimmt trotz des Entkartellisierungs-Gesetzes von 2009 die absolute Vormachtstellung ein. Neben der führenden Tageszeitung Clarin betreibt das Unternehmen Myriaden von Einzelmedien, darunter TV-Produktionsfirmen, Verlage, Druckereien, Internet-Angebot, private Post-Beförderung und Mischwaren-Geschäfte. Mit Ersterscheinung am 28. August 1945 – siehe antisowjetisches Titelblatt – ist die Tageszeitung Clarin – „Das Horn“ - eine Gründung des ultra-konservativen, nachweislichen Sympathisanten des Dritten Reichs und erklärtem Feind des argentinischen Peronismus, Roberto Noble.
Die Clarin-Holding wird zu 70,99 Prozent von Argentiniern, angeführt von Nobles Witwe Ernestina Herrera de Noble, kontrolliert. Wegen der Verstaatlichung der privaten Pensionsfonds im Jahr 2008, gehören 9 Prozent der Aktien dem argentinischen Staat, dem im Aufsichtsrat jedoch das Mitsprache-und Stimmrecht verweigert wird. Weitere 9,11 Prozent waren bis 2012 im Besitz der Bankergruppe Goldman Sachs, die an den US-Unternehmer Ralph H. Booth abgetreten wurden. Der Jahresumsatz 2015 der Clarin-Gruppe betrug 2,23 Milliarden US-Dollar.
Venezuela
Ein weiteres Medien-Imperium bildet die in Venezuela beheimatete Gruppe Cisneros de Comunicación, im Besitz des gebürtigen Kubaners Gustavo Cisneros. Die Holding betreibt unter anderem die tonangebenden, kommerziellen TV-Sender Venevisión und Venevisión Plus, den Satelliten-TV-Anbieter DirecTV, und ist bekannt für die exklusive Vertretung von Pepsi Cola in Venezuela. Bekannt als einer der fürstlichsten Kunstsammler der Welt, wird das Vermögen Cisneros auf ca. 4,0 Milliarden US-Dollar geschätzt (Forbes, 2015).
Zum engen Bekanntschafts- und Freundschaftskreis Cisneros´ zählen George Bush Senior, das New Yorker Moma (Museum of Modern Arts), das Spanische Institut Königin Sofia, in Madrid, und der Vorsitzende der Sozialistischen Arbeiterpartei Spaniens (PSOE), Felipe González - einer der schärfsten Gegner des „Chavismo“, Verbündeter der ultra-konservativen venezuelanischen Opposition, „Bündnis der Demokratischen Einheit" (MUD) und Anwalt der wegen gewaltsamer Aufstände und Anstiftung zum Staatsstreich inhaftierten, rechtsextremen Politiker Leopoldo López und Antonio Ledezma.
Cisneros beteligte sich nachweislich am Putsch vom 11. April 2002 gegen Hugo Chávez, wegen seiner strategisch bedeutsamem Kontakte zum Ausland galt der Medienmogul unter der Regierung Nicolás Maduro als „unantastbar“.
Doku-Tipp der Redaktion zum Thema:


In Kürze folgt Teil 2 der Serie: "Macht und Medien in Lateinamerika - Der Medienkrieg tobt an allen Fronten"

04 novembro 2014

Frederico Füllgraf- A bela e o matador

Ivette Vergara, animadora de Mega TV, Chile

Santiago do Chile                                                                                                               Exclusivo para Jornal GGN 

Ivette Vergara é um dos mais belos rostos do Chile, e os fotógrafos indiscretos costumam registrar closes de suas pernas cruzadas, não menos esculturais. Faz parte do tititi, Ivette gosta.
Ex-modelo, “Miss Paula 1990” (organizado pela revista homônima) e animadora do programa de variedades "Mucho Gusto", no canal privado Mega TV, nestes dias de outubro estourou uma bomba nos meios de comunicação, salpicando com seus destroços a imagem do símbolo sexual chileno: a Corte Suprema sentenciou a três anos e um dia de reclusão o capitão reformado do exército, Aquiles Vergara Muñoz , como autor de homicídio qualificado, perpetrado em 1973 no interior de uma delegacia de polícia de Puerto Aysén, na Patagônia. Além deste, o ex-militar pinochetista foi indiciado por outros dois assassinatos de simpatizantes do então presidente Salvador Allende, fuzilados a sangue frio e enterrados clandestinamente em valas anônimas. A falta de sorte de Ivette Vergara: o militar sentenciado é seu pai. Sua primeira reação à notícia foi: “Estamos tranquilos, porque sabemos que meu pai é inocente”.
Retronarrativa: fuzilamentos na Patagônia
Outubro de 1973.
Poucas semanas após o golpe militar contra o governo Salvador Allende, chega a Puerto Aysén – que à altura mal contava 5.000 habitantes, mas hoje é o principal núcleo de aquicultura de salmão do Chile, localizado 2.300 quilômetros ao sul de Santiago - um batalhão de artilharia comandado pelo capitão do exército Aquiles Vergara Muñoz, “para contribuir à manutenção da ordem interna ante eventuais insubordinações e violações do toque de recolher”, segundo a linguagem eufemística da ditadura Pinochet.
Acima: Presos executados em Aysén
Abaixo: Capitão do exército (R) Aquiles Vergara Muñoz
Fotos: divulgação

A rigor, naquelas semanas estava aberta a “temporada de caça” aos simpatizantes allendistas. Realizar prisões arbitrárias, torturar e matar estavam na ordem do dia. Foi em suas rondas ostensivas que no dia 2 de outubro de 1973, o capitão prendeu o jovem Julio Cárcamo e seu amigo apelidado “Cachorro [filhote] Alvarado”, que supostamente teriam insultado e ameaçado o funcionário da polícia, Oscar Carrasco Leiva.
Debaixo de coronhadas de fuzil e chutes em todo o corpo, ambos foram arrastados à segunda delegacia de Carabineiros de Aysén e jogados numa cela imunda.
Madrugada alta, os dois presos foram retirados da cela e conduzidos a uma baia de cavalos, onde os esperava Vergara Muñoz. Primeiro, o capitão descarregou sua pistola nos presos, em seguida formou um pelotão irregular e ordenou fogo, que crivou de balas Cárcamo e o “Filhote” - em flagrante assassinato a sangue frio de dois presos ilegais, sem acusação formal, sem tribunal nem direito à defesa.
Completada a chacina, os corpos das vítimas foram levados para a morgue, onde um médico emitiu o laudo sem qualquer autópsia. Porém, o atestado de óbito de 20 de outubro de 1973 atesta “anemia aguda” e “ferida de projétil” como causas mortis dos dois patagoneses, que foram colocados nus em um jipe, conduzidos até o cemitério local e jogados em uma vala anônima, devidamente preparada.
A selvageria do “Caso Aysén” é emblemática porque tortura, fuzilamento e ocultação de cadáveres foi o modus operandi da repressão não apenas pinochetista, mas da posterior Operação Condor, em todo o continente.
Negando evidências durante 40 anos
Ninón Neira de Órdenes, uma senhora em provecta idade e presidente da Comissão de DDHH da Região de Aysén, protestou em alto e bom som contra a sentença dos ministros da segunda turma do Supremo, por considerá-la tímida: o septuagenário Muñoz Vergara é notório assassino e merecia pena mais drástica do que três anos de liberdade vigiada.
Embora muito mais criativa e eficiente do que a brasileira, a Justiça chilena tem sabido contornar e esvaziar a Lei da Anistia pinochetista ainda em vigor, julgando violadores de DDHH pelo viés dos “crimes comuns”, tais como formação de quadrilha, sequestro e homicídio, contudo, em casos como o de Muñoz Vergara, atropelando a jurisprudência internacional, ao reduzir a pena em primeira instância, alegando “meia prescrição”. Tanto a Corte Internacional de Justiça como a Corte Interamericana de Direitos Humanos estabeleceram que crimes de lesa-humanidade não prescrevem.
Detido pela primeira vez em 2009, o ex-capitão Aquiles Vergara negou tudo. Afirmou que não teve “faculdade legal para determinar nenhuma detenção”, não constituiu pelotões de fuzilamento e que, ademais, sequer teve conhecimento do nome ou da fisionomia dos executados.
“¡Yo no sé de nada!”, insistiu o ex-capitão pinochetista - simples assim.
Inesperadamente, em setembro de 2014, o ministro Sepúlveda Coronado o indiciaria em novo processo, desta vez pelo homicidio qualificado de Elvin Alfonso Altamirano Monje, “detido à margem de qualquer processo legal” e também assassinado em uma delegacia dos Carabineiros de Puerto Aysén.
Como você reagiria, se seu pai fosse condenado por violação de DDHH?
No início de 2014, um caso semelhante ao de Ivette Vergara derrubou a recém-nomeada Subsecretária do ministério da Defesa do governo Michelle Bachelet, Carolina Echeverría Moya. Em 2009, durante a primeira administração Bachelet (2006-2010), a funcionária já articulara o arquivamento de um processo por violação de DDHH, iniciado por ex-marinheiros allendistas, e em janeiro de 2014 omitiu em seu currículo o parentesco com o coronel da reserva do exército, Víctor Echeverría Henríquez, seu pai. Vivendo em liberdade impune, Echeverría Henríquez foi reconhecido por ex-presos políticos como comandante do famigerado Regimento de Infantería N°1 “Buin”, que durante a ditadura Pinochet funcionou como centro clandestino de detenção e tortura.
A sublimação dos crimes paternos por Ivette Vergara e Carolina Moya pode ser considerada uma síndrome.
Indagado sobre a reação de familiares de militares processados por violações de DDHH, o psicólogo chileno Marco Antonio Grez aponta um curiosa racionalização: ”Quando familiares diretos são confrontados com fatos acobertados por mentiras, delitos ou ilícitos envolvendo seus pais, em sua mente costuma ocorrer uma contradição. Quando crescemos, habituando-nos a justificar uma situação que nos faz sofrer, tratamos de dar um sentido às justificativas, inventando o pretexto de que o pai teve que cumprir ordens, deste modo conseguindo restabelecer um estado de equilíbrio".
Somente arrependimento redime imagem dos filhos
Em entrevista ao semanário Cambio21, o sociólogo Manuel Antonio Garretón adverte contra generalizações: “A única solução para estas coisas são sociedades  mais educadas, menos familísticas, menos fechadas em grupos estanques, até mesmo religiosamente, já que a tendência é atribuir aos filhos as características que têm os pais ou parentes”.
Contudo, até quando mulheres como a musa da TV ou a secretária de Estado continuarão a tampar o sol com a peneira, escondendo-se onde não há mas refúgio?
Garretón é taxativo:”A única maneira de superar esta situação é que os que cometeram os crimes os admitam, peçam perdão e deem mostra de seu arrependimento. Só assim ninguém mais poderá insinuar que´tal pai, tal filho´".
Talvez não seja exatamente este o ponto: se o capitão assassino admitisse a verdade, talvez aliviasse a dor de sua filha Ivette Vergara e ela não precisasse mais encobri-lo.
Talvez.

 Publicado originalmente em:
http://jornalggn.com.br/blog/frederico-fuellgraf/chile-condenacao-de-pai-violador-de-direitos-humanos-atinge-apresentadora-de-tv